Behelfsmundmasken für den guten Zweck

Auch Nadine Heublein aus Sonneberg, die in ihrer Freizeit, wenn der jüngste Sohn Johannes, der gerade mal neun Monate alt ist schläft, näht, sitzt in diesen Tagen besonders oft an der Nähmaschine. In ganz normalen Zeiten fertigt sie seit mittlerweile zehn Jahren sehr schöne Kinderbekleidung bzw. Taschen. Doch in diesen Tagen näht sie für einen guten Zweck. 73 einfache Behelfsmundmasken ohne medizinischen Nutzen waren es am Wochenende, 200 innerhalb der letzten Woche. Sie spannt sogar Mann und Sohn Maximilian, der in der Klasse 7/2 an der Bürgerschule lernt mit ein, zum Zuschneiden der Stoffe bzw. der Gummibändchen. Ohne die beiden würde sie das große Pensum gar nicht schaffen, aber alle in der Familie helfen mit. Sonst wären solche Stückzahlen gar nicht machbar. Die Lieferzeiten für Stoffe und Gummiband haben sich, wie Nadine Heublein sagt, durch die hohe Nachfrage verlängert. Aber sie tut alles, was sie möglich machen kann, um zu helfen. Die Behelfsmundmasken sollen lediglich die Wirkung der Tröpfchenverbreitung beim Niesen und Husten abmildern, verhindern das aber nicht komplett. Und mit Mundmaske fasst man sich auch nicht mehr so häufig ins Gesicht.  Als die Coronakrise begann und der Ruf nach Behelfsmundmasken laut wurde, sagte sie sich „Wenn ich schon nähen kann, dann auch für diesen guten Zweck. Und wenn das Mangelware in dieser Zeit ist, dann nähe ich nicht etwas zum Selbstbehelf, sondern für Menschen, die das dringend brauchen.“ So war die Idee von den Behelfsmundmasken geboren, die an Menschen weitergegeben werden, die sie dringend brauchen. Ein tolles ehrenamtliches Engagement, das ein dickes Lob verdient hat.

Sibylle Lottes im Auftrag der Schülerzeitungsredaktion | Fotos: privat

 

Sonneberger „Bürgerschüler“ auch in schwierigen Zeiten höchst motiviert

Drei Wochen sind nun vergangen, in denen die Schulen als Ort der Begegnung und als Ort des Lernens geschlossen sind. Unterricht findet seitdem zu Hause statt. Soziale Kontakte sind nur digital möglich. Auch zwischen Schülern und Lehrern ist der Austausch auf digitale Medien beschränkt. Mit viel Engagement und Ehrgeiz zeigen eine Vielzahl unserer Schülerinnen und Schüler, dass sie gewissenhaft und sorgfältige ihre schulischen Aufgaben in Angriff nehmen. Sie lösen die ihnen gestellten Aufgaben, fragen bei Unklarheiten per Mail nach und senden wöchentlich ihre gelösten Aufgaben zur Kontrolle an die Lehrkräfte. Doch dabei bleibt es nicht. Dem Wohl der Allgemeinheit widmen sich einige noch nebenbei. So gestalten zum Beispiel Lisa Fischer (Klasse 7/1) und Leonie Fischer (Klasse 8/2) Stoffmasken, welche örtlichen Seniorenheimen zur Verfügung gestellt werden. Damit wollen sie sowohl die Pflegerinnen und Pfleger als auch die Bewohnerinnen und Bewohner unterstützen. Für solch ehrenamtliches Engagement kann man nur den Hut ziehen! An dieser Stelle ein großes Lob an alle eifrigen Schülerinnen und Schüler. Wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen in der Schule, denn irgendwie fehlt uns allen die Schule ja doch ein bisschen.

 

Text: Juliane Dinkel | Fotos: privat

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